Gefühle bleiben
Auch wenn Namen, Daten und Worte verblassen, bleiben die Gefühle. Ein Mensch mit Demenz spürt Zuwendung, Musik und Stimmung oft bis zuletzt. Genau hier liegt der Schlüssel, um in Verbindung zu bleiben.
Wissen & Vertrauen · Demenz
Bei Hello Mirrors beschäftigen wir uns jeden Tag mit einer Frage: Wie erreicht man Menschen mit Demenz? Was wir dabei lernen, fließt in Felix ein, unser Aktivierungs-Display für die Pflege und bald auch für zu Hause.

Die Realität
In Deutschland leben rund 1,84 Millionen Menschen mit Demenz. Bis 2050 könnten es bis zu 2,7 Millionen sein. In Pflegeeinrichtungen sind rund 6 von 10 Bewohnerinnen und Bewohnern betroffen.
Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch und eine Familie, die einen guten Weg sucht.
Demenz verstehen
Bei Demenz lässt nicht nur das Gedächtnis nach. Auch Orientierung, Sprache und vertraute Abläufe fallen mit der Zeit schwerer. Das ist für die Betroffenen verwirrend und für die Menschen um sie herum oft schwer auszuhalten. Wer versteht, was dabei geschieht, kann anders begegnen.
Auch wenn Namen, Daten und Worte verblassen, bleiben die Gefühle. Ein Mensch mit Demenz spürt Zuwendung, Musik und Stimmung oft bis zuletzt. Genau hier liegt der Schlüssel, um in Verbindung zu bleiben.
Die häufigste Form ist Alzheimer, doch es gibt viele Formen und Verläufe. Manche Tage sind besser, andere schwerer. Was heute gut ankommt, kann morgen anders sein. Geduld und Vielfalt helfen mehr als ein fester Plan.
Unruhe, Rückzug oder Abwehr sind selten Absicht. Häufig stecken Bedürfnisse dahinter: Langeweile, Angst, Schmerz oder Überforderung. Passende Beschäftigung gibt Halt und kann Anspannung lösen.
Menschen mit Demenz leben nicht in unserer Welt. Aber wir können sie in ihrer besuchen.
Was wirklich hilft
Demenz lässt sich heute nicht heilen. Doch an einem Punkt ist sich die Forschung einig: Regelmäßige, abwechslungsreiche und gemeinsame Aktivierung tut Menschen mit Demenz nachweislich gut. Sie hält geistig wach, bringt Menschen ins Gespräch und schenkt Lebensqualität.
Aktivierung wirkt am besten, wenn sie zum Alltag gehört und nicht die Ausnahme bleibt. Schon wenige Male pro Woche machen einen spürbaren Unterschied.
Immer dasselbe ermüdet. Viele verschiedene Beschäftigungen, von Musik über Bilder bis zu Bewegung, halten Neugier und Freude lebendig.
Der am besten belegte Effekt: Menschen kommen wieder miteinander ins Gespräch und in Verbindung. Genau hier entstehen die guten Momente.
Auch wenn das Erinnern schwerfällt, können Menschen mit Demenz einfache Touch-Bedienung gut nutzen. Wichtig sind große, klare Bilder und wenige, eindeutige Schritte.
Das ist keine Werbeaussage, sondern das Ergebnis großer wissenschaftlicher Übersichtsarbeiten und anerkannter Fachleitlinien. Diese empfehlen persönliche, soziale Aktivierung sogar als erste Maßnahme bei Unruhe, noch bevor zu Medikamenten gegriffen wird.
Welche Aktivierung wirkt
Über die Jahre hat die Forschung gut herausgearbeitet, welche Arten von Beschäftigung Menschen mit Demenz wirklich guttun. Vier Wege gehören zu den am besten untersuchten. Felix vereint sie in einem Gerät.
Rätsel, Spiele und gemeinsames Nachdenken halten geistig wach und bringen Menschen ins Gespräch. Das ist der am besten erforschte Weg und wirkt am stärksten, wenn er regelmäßig genutzt wird.
Vertraute Bilder, Orte, Lieder und Geschichten von früher holen Menschen ab, wo sie sich sicher fühlen. Erinnerungsarbeit stärkt das Selbstwertgefühl, hebt die Stimmung und öffnet Gespräche.
Vertraute Melodien wecken Gefühle und Erinnerungen, selbst wenn vieles andere bereits verblasst ist. Musik kann beruhigen, Freude schenken und Nähe schaffen, ganz ohne Worte.
Schon leichte Bewegung tut Körper und Geist gut. Am wirksamsten ist sie, wenn sie mit geistiger Beschäftigung verbunden wird, also Denken und Bewegen zusammenkommen.
Diese vier Wege gehören zu den am besten belegten Möglichkeiten, Menschen mit Demenz zu erreichen. Felix bringt sie zusammen und jederzeit nutzbar in den Alltag.

So bauen wir Felix
Wir haben Felix nach diesen Prinzipien gebaut. Felix ist ein großes Display auf Rollen mit vielen Beschäftigungen, jederzeit und ohne Vorbereitung einsatzbereit.
Ehrlich gesagt: Felix ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine Pflege und keine ärztliche Behandlung. Felix schafft Gelegenheiten: für Beschäftigung, für Nähe und für gute Momente. Wir versprechen nichts, was die Forschung nicht hergibt.
Für Ihr Haus
Je nach Rolle schauen Sie unterschiedlich auf Aktivierung. Felix denkt alle drei mit.
Sie möchten auch die Bewohner erreichen, die sich kaum noch öffnen, und das ohne stundenlange Vorbereitung. Felix bietet viele fertige Beschäftigungen, jede Woche neue Inhalte und Ideen für Einzel- und Gruppenangebote. So bleibt Ihr Programm abwechslungsreich, auch an vollen Tagen.
Wenn der Druck steigt, wird die Aktivierung oft als Erstes knapp. Felix gibt Ihrem Team eine verlässliche Struktur für sinnvolle Beschäftigung, an jedem Tag und auch am Wochenende. Ruhigere und zufriedenere Bewohnerinnen und Bewohner entlasten den Alltag spürbar.
Gute Betreuung ist ein Aushängeschild. Felix macht Ihre Aktivierung sichtbar und zeitgemäß, stärkt die soziale Teilhabe (die auch in Qualitätsprüfungen zählt) und macht Ihr Haus für Bewohner, Familien und neue Mitarbeitende attraktiver.
Für Angehörige
Vielleicht erleben Sie gerade, wie sich ein Mensch, den Sie lieben, mehr und mehr zurückzieht. Wie Gespräche schwerer werden und vertraute Worte fehlen. Das macht oft hilflos und traurig.
Und doch bleibt Verbindung möglich. Ein Lied von früher, ein vertrautes Bild, eine kleine gemeinsame Aufgabe: Solche Momente erreichen Menschen dort, wo Worte nicht mehr reichen.
Ihr Angehöriger lebt in einem Pflegeheim? Fragen Sie dort nach Felix. Viele Häuser setzen ihn bereits ein.
Felix noch nicht im Haus? Hier klicken, wir senden Ihnen alle Infos zum Teilen mit der Einrichtung.Mehr für EinrichtungenFelix für zu Hause ist gerade in Entwicklung. Tragen Sie sich unverbindlich in die Warteliste ein. Wir melden uns, sobald es so weit ist.
Ein paar einfache Dinge helfen oft mehr, als man denkt.
Es geht nicht um perfekte Gespräche. Es geht um gemeinsame Momente.
Für Pflegeeinrichtungen
Felix bringt Struktur und Vielfalt in die tägliche Aktivierung, entlastet das Betreuungsteam und stärkt die soziale Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner, also genau den Bereich, der auch in Qualitätsprüfungen zählt.
Ausgezeichnet vom Bayerischen Staatsministerium, Preisträger 2026.
Unsere Haltung
Wir arbeiten jeden Tag daran, Menschen mit Demenz zu erreichen. Wir lesen die Forschung, sprechen mit Pflegekräften und mit Familien und lernen aus jeder Einrichtung, die mit Felix arbeitet.
Dabei halten wir uns an einen Grundsatz: ehrlich bleiben. Felix heilt keine Demenz. Aber Felix bringt zuverlässig in den Alltag, was nachweislich guttut.
Wissenschaftliche Grundlage
Wir arbeiten wissenschaftlich. Was auf dieser Seite steht, beruht auf anerkannten Quellen, von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft über große internationale Übersichtsarbeiten bis zu den offiziellen Fachleitlinien. Hier können Sie sie einsehen.
Stand der Quellen: überwiegend 2020 bis 2025. Die Quellen belegen, was bei Demenz allgemein hilft. Sie sind kein Wirksamkeitsnachweis für ein einzelnes Produkt.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft (2024)
Häufigkeit von Demenzerkrankungen in Deutschland und Prognosen bis 2050. Informationsblatt 1.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Quelle ansehenNationale Demenzstrategie (2021)
Anteil von Menschen mit Demenz in Pflegeheimen in Deutschland.
Bericht der Steuerungsgruppe
Quelle ansehenWeltgesundheitsorganisation (2025)
Weltweite Zahlen und Entwicklung bei Demenz.
Factsheet Dementia, WHO
Quelle ansehenÖsterreichischer Demenzbericht (2025)
Zahlen zur Versorgung in Österreich.
Gesundheit Österreich im Auftrag des Sozialministeriums
Quelle ansehenAlzheimer Schweiz und Bundesamt für Gesundheit (2025)
Zahlen und Fakten zu Demenz in der Schweiz.
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Quelle ansehenWoods et al. (2023)
Übersichtsarbeit zur kognitiven Stimulation bei Demenz, mit Wirkung auf Denkfähigkeit sowie Kommunikation und soziale Teilhabe.
Cochrane Database of Systematic Reviews
Quelle ansehenSpector et al. (2003)
Grundlegende kontrollierte Studie zur kognitiven Stimulationstherapie.
The British Journal of Psychiatry
Quelle ansehenWoods et al. (2018)
Übersichtsarbeit zur Erinnerungsarbeit (Reminiszenz) bei Demenz.
Cochrane Database of Systematic Reviews
Quelle ansehenvan der Steen et al. (2025)
Übersichtsarbeit zu musikbasierten Angeboten bei Demenz.
Cochrane Database of Systematic Reviews
Quelle ansehenXue et al. (2025)
Metaanalyse zu kombinierter körperlicher und geistiger Aktivierung bei Demenz.
Journal of the American Medical Directors Association (JAMDA)
Quelle ansehenBallard et al. (2018)
Große kontrollierte Studie (WHELD) zu personenzentrierter Betreuung und Aktivität in Pflegeheimen.
PLOS Medicine
Quelle ansehenS3-Leitlinie Demenzen (2023)
Empfiehlt persönliche, soziale Aktivierung als erste Maßnahme.
DGPPN und DGN (Deutschland)
Quelle ansehenNICE Guideline NG97 (2018)
Empfiehlt psychosoziale und personalisierte Aktivierung vor Medikamenten.
National Institute for Health and Care Excellence (Großbritannien)
Quelle ansehenJoddrell und Astell (2016)
Übersichtsarbeit zur Bedienbarkeit von Touchscreens durch Menschen mit Demenz.
JMIR Rehabilitation and Assistive Technologies
Quelle ansehenO'Sullivan et al. (2022)
Kontrollierte Studie der Charité Berlin zu tabletgestützter Aktivierung in deutschen Pflegeheimen.
International Psychogeriatrics
Quelle ansehenTyack und Camic (2017)
Übersichtsarbeit zu Touchscreen-Angeboten und Wohlbefinden bei Demenz.
International Psychogeriatrics
Quelle ansehenWo die Forschung an Grenzen stößt, sagen wir das offen. Felix heilt keine Demenz. Aber Felix bringt zuverlässig in den Alltag, was nachweislich guttut.
Häufige Fragen
Ja. Regelmäßige, abwechslungsreiche und gemeinsame Aktivierung tut Menschen mit Demenz nachweislich gut. Sie hält geistig wach, bringt Menschen ins Gespräch und schenkt Lebensqualität.
Ja. Wichtig sind große, klare Bilder und wenige, eindeutige Schritte. Vieles lässt sich außerdem gemeinsam erleben, also begleitet durch eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied.
Nein. Felix ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine Pflege und keine ärztliche Behandlung. Felix schafft Gelegenheiten für Beschäftigung, Nähe und gute Momente.
Nein. Felix unterstützt das Team. Er nimmt Vorbereitung ab und gibt der täglichen Aktivierung eine verlässliche Struktur.
Auf großen wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten und anerkannten Fachleitlinien. Mehr dazu finden Sie im Bereich Worauf wir uns stützen.
Felix für zu Hause ist gerade in Entwicklung. Sie können sich unverbindlich in die Warteliste eintragen, dann melden wir uns, sobald es so weit ist.
Pflegeeinrichtungen lernen Felix in einer kostenlosen Online-Demo in 15 Minuten kennen. Angehörige, die zu Hause begleiten, tragen sich am besten in die Warteliste ein.
Zwei Wege, einer für Ihr Haus, einer für zu Hause. Wählen Sie, was zu Ihnen passt.